Willkommen zu den Rüstorfer Festspielen
- 11. Mai 2023
- 8 Min. Lesezeit
Das erste Meisterschaftswochenende ist um und vor allem unseren Herren hat man angemerkt, dass sie es kaum erwarten konnten. Soviel vorweg: Zu sagen, dass die Herren 1-3 rasiert haben ist eigentlich völlige Untertreibung. Das war eher in Richtung Intim-Waxing einzustufen. Inklusive Kampfansage an die Konkurrenz:
Die Herren 1 starteten Samstag, 13 Uhr, in die neue Saison. Wer sich dann allerdings dachte, „Ich hol mir noch kurz ein Bier“, war vermutlich enttäuscht, denn die ganze Action war schon wieder vorbei. Don Didi Eisenknapp, Simon Kieni Kienington und Stefan Hopfi Hoffmann sorgen im Eiltempo für die 3:0 Führung. Marvin Jason Montgomery Hofmann und Sepi Kramaric machen ebenso schnell und kompromisslos dort weiter. Und bei Big P Gross reicht seine bloße Anwesenheit, die den Gegner vor Ehrfurcht erstarren lässt - Walkover nach wenigen Minuten (Gute Besserung!). Das bedeutet aber insgesamt einen vermutlich oberösterreichweiten Tempo-Rekord: Ortszeit 15:11 Uhr steht es zu Mühlwang 6:0, alle Einzel siegreich. Da somit auch das dritte Doppel bereits Geschichte ist, beendet Big P seinen Arbeitstag bevor er überhaupt richtig begonnen hat und er darf gemeinsam mit El Hopfi beobachten, wie seine Kollegen souveränst weiter zelebrieren. Hammer Time in Rüstorf, keine Chance für Mondsee und mit einem staubtrockenen 9:0 gleich mal einen Fingerzeig an die gesamte Konkurrenz geschickt. Denn: Chris KyrgEisios Schwarzenegger war noch nicht einmal dabei. Wer also gemeint hat, dass die 1er schon am Zenit ist - falsch gedacht. Und wer glaubte, dass die Nachmittage bei der 1er jetzt immer so idyllisch ablaufen - ebenfalls. Schon am Samstag folgt die erste echte Belastungsprobe gegen Trauntal. Go for it, Boys!
Nun folgt eine kurze Zeitreise und zwar ins Jahr 2011. Genauer gesagt, an den 13. Mai 2011. Ein lauer, sommerlicher Freitagabend in Wolfsegg. In Matches steht es 4:4, im letzten und entscheidenden Doppel kommt es beim Stand von 5:2, 40:0 im zweiten Satz zu drei Matchbällen für den UTC. Doch was war so besonders? Nach den Einzeln war es noch 2:4 gestanden und auf dem Platz stand die wohl jüngste Start-6 der Geschichte des UTC, vielleicht sogar überhaupt, mit einem Durchschnittsalter von zarten 17 Jahren. Die anderen beiden Doppel wurden schließlich mehr oder weniger souverän gewonnen und so standen die Youngsters samt Tennis-Ziehväter vor einer Sensation. „An werd i woi do mochn“, meint Aufschläger und 2er-Legende Bäcka Max, der dann im Doppel aushalf, zu seinem damaligen Partner und Youngster Padi Gerber. Hat er nicht. Die Partie wurde noch einmal eng, ging ins Tie Break, ja sogar unausweichlich ins Champions-Tie Break. Und in diesem sich Wolfsegg nach 4:0-Zwischenstand schon siegessicher war. Doch unsere Jungs vollbrachten eine weitere Glanztat und drehten die Partie. 5:4. Ebenfalls-Legende und 2er-Gründervater Peter Erlach kauft den gesamten Bierkühlschrank auf. Jubel. Ekstase. Bierduschen. Dieser Tag soll als „Wunder von Wolfsegg“ in die Geschichtsbücher des UTC eingehen und ebenso als Geburtsstunde der neuen 2er. Doch was damals noch keiner ahnte, war das einer der letzten gemeinsamen Glanzmomente dieses Teams. Schon kurze Zeit darauf verabschiedete sich Mega-Talent Padi aus Rüstorf um seinen Lebenszielen nachzugehen und aus beruflichen und privaten Gründen, bleibt in Rüstorf für die nächsten 10 Jahre lediglich die Erinnerung. Bis jetzt. Im Winter standen für unsere ehemalige Hoffnung und noch immer außergewöhnlichen Tennisspieler gravierende Veränderungen an und ihm wurde klar: „Ich muss wieder nach Hause!“ Diese Nachricht sorgte in Rüstorf für ungebändigten Freudentaumel und vermutlich für das ein oder andere feuchte Höschen.
Wieder zurück in der Gegenwart. Unsere 2er startet beim Aufsteiger aus Frankenburg in die Saison und sie gehen mit breiter Brust und ordentlich Selbstvertrauen, aufgrund schon eben jenem kurz beschriebenen Comebacker, in den Tag. ThoMaestro Hofmann und Andrey Rubkev Haslinger starten im Eiltempo, sie matchen sich lediglich untereinander in puncto geringere Verweildauer auf dem Platz. 1:0 Hofmann. 2:0 Rüstorf. Starlet Jules-Lehnard Struff zieht nach und stellt auf 3:0. Zweite Runde selbes Spiel. Comeback-Kid Padi Gerber und Pecco Huama Bagnaia stellen auf 5:0, einzig Nico O. (Sohn von Andi O., Anm. der Red.) hat zu kämpfen. Ihm missfällt es, dass er aufgrund zu solider Leistungen im Vorjahr, stets zu wenig Beachtung in den Artikeln bekam. So läuft er erst zwei Punkte und einer Wasserflasche von der Niederlage entfernt zur Höchstform auf. Der dritte Satz ist dann eine klare Sache, 6:0. Die Doppel zeichnen das selbe Bild, Frankenburgs Gegenwehr gebrochen. Haslinger gleicht gegen Hofmann im Zeitspiel aus und die 2er fährt einen überzeugenden 9:0-Sieg zum Saisonstart ein. So kann es weiter gehen. Vamooo!
Und alle guten Dinge sind ja bekanntlich 3. Unsere 3er startet leicht zeitversetzt und zwar am Sonntag in die Saison. Und da ein Debüt alleine nicht reicht, geht es für unseren Neu-Kapitän Franzinger Holz gleich mit einem Derby gegen Schlatt los. Ist er deswegen aufgeregt? Aufgeregt, come on. Doch der Auftakt läuft schleppend, die 3er noch nicht ganz ausgeschlafen. Big Köstli - jetzt auch glutenfrei - gibt sich zwar keine Blöße und lässt nichts anbrennen, auf allen anderen Plätzen geht der erste Satz allerdings an die Gäste. Don Francesco hält es nicht auf seinem Stuhl, er muss irgendwie in den Kopf seiner Mannen kommen. So schnappt er sich ein paar der stapelweise im UTC Keller lagernden DIN A1-Blätter, um dort die Ergebnisse von 1er und 2er drauf zu drucken. Die sieht man nun bis auf den 4er-Platz. Und diese Häme löst etwas aus bei seinen Spielern. Burn Hard und Jakkernaut Kapeller setzen zum Überflug an und lassen nichts mehr zu. Jeweils ein Monokel für den Gegner, Sieg in der Tasche. Nur kurze Zeit später zieht auch Michael Van Fellner nach und stellt souverän auf 4:0. Fehlen noch die Captains. Alt-Capitano Mario Loip-Ice und Nachfolger Holzinger dürfen zum Schluss ran und die Mission ist klar. Und wird ebenso klar und mit Feinstaub ausgeführt. 6:0 nach den Einzeln, das Ding ist durch. Doch was 1er und 2er können, kann die 3er locker. 3er-Doppel souverän, das 1er leicht enger, jedoch auch solide. Einzig das 2er-Doppel steht an der Kippe. Jakka Di Capello bekommt Gerald Von Riva Simmer an die Seite und sie müssen gegen die Ex-Rüstorfer Hilles und Heides bestehen. Und die wollen Rache. Die gelingt zwar fast, doch trotz 6:8-Zwischenstand im Champions lassen sich unsere Jungs nicht die Butter vom Brot nehmen. 10:8. Sieg. 9:0 Endstand. „Ich bin der geilste Captain von allen“, tönt Holzi. Die Herren 1-3 sorgen damit für beeindruckende Zahlen: 9:0 Punkte. 27:0 Matches. 54:6 Sätze. Unpackbar!
Fehlt noch unsere 4er aus dem Herren-Paket. Auf die wartet mit Bad Wimsbach / Roitham jedoch gleich eine mehr als knifflige Aufgabe. Doch auch die 4er strotzt nach vielen epischen Siegen in der vergangenen Saison vor Selbstvertrauen und so geht es heiß her. Und hin und her. Daniel Wayne Rooney Emal spielt auf der undankbaren 1 und zieht den Kürzeren. Doch der Schlächter von Kaufing schlägt postwendend zurück - Walter Rensch stellt auf 1:1. Im Umkehrschluss leider wieder das selbe Spiel: Der Gegenüber von Captain Willi Wonka Lehner findet seine Schwachstelle und bringt Wimsbach wieder in Front. Doch die 4er verfügt über Youngsters und einer davon ist Fabi Swag Kramer. Der hat kein Erbarmen mit seinem Kontrahenten und stellt das Remis wieder her. „Aber täglich grüßt das…“ oder wie war das. Rolando Bogdanovic Pogner sieht sich auch auf der 2 mit zu mächtigen Waffen konfrontiert, 3:2 für Wimsbach. Eine Retourkutsche kommt aber noch. Denn die 4er hat nicht nur Youngsters, sondern einen der Senkrechtstarter der letzten Saison. Familienoberhaupt Andi O. entwickelte sich in nur wenigen Spielen zum Leistungsträger der 4er und ebenso zum Kapitän der S45 II. Und hier zeigt er wieder warum. Nach einem verlorenem ersten Satz fightet er sich zurück und zieht seinem Gegner den letzten Nerv. Ausgleich für den UTC und die Partie ist vor den Doppeln völlig offen. Leider hat das auch die Wimsbacher überrascht, weshalb sie nun in die Trickkiste greifen. Kurzerhand läuft in den Doppeln ein teuer verpflichteter, belgischer Legionär auf und der bringt die Hierarchie ins Wanken. Leider so stark, dass im 1er und 2er Doppel nichts mehr zu holen ist. Lediglich im 3er-Doppel wehren sich Andi O. und Roli P. tapfer, doch vergeblich. Die knappe Niederlage im Champions hat aber keine direkten Auswirkungen mehr. Endergebnis 3:6. Punkt trotzdem mitgenommen und einen mehr als passablen Saisonstart gegen einen Favoriten der Liga. Die nächste Partie kann also kommen. Let’s Go!
Unsere Damen starten ihrerseits in Eberschwang in die Saison und in das neue Abenteuer in der West. Leider müssen sie ohne Kapitänin Kersi Schmid auskommen, die, noch zu zermürbt von ihrer monatlichen Fahrradtour, ausgeknockt war. Unser Jungspund-Team (Durchschnittsalter von 18 Jahren) startet trotzdem voll motiviert und bietet Eberschwang die Stirn. Youngster und 1er Mavie Loipetsberger hat leider das Nachsehen gegen die topgesetzte Gegnerin, doch die anderen beiden Youngsters Elena O. und Hannah Di Capello schlagen zurück und stellen souverän auf 2:1 für unsere Girls. Kurz am Rande: Der Sieg von Elena O. bedeutet diesen Samstag einen 3-fach Sieg für die Familie O. Wahnsinn! Diese Gene muss man haben. In den anderen beiden Partien entwickeln sich wahre Thriller. Top-Neuzugang Marie Mairhuber und Mannschafts-Mami Sarah Lakner fighten unerbittlich und müssen sich beide schließlich erst im Tie Break des dritten Satzes geschlagen geben. Bittere Pille, somit 2:3 nach den Einzeln. Doch noch lange kein Grund für unsere Damen, irgendwelche Hoffnungen zu begraben. Das Zweier-Doppel wird zur klaren Angelegenheit für unsere Mädels, somit geht es im Einser um alles und das spitzt sich zu. Die M&M’s Mavie und Marie spielen grandios auf, es geht ins Champions. Doch dort behalten die Eberschwangerinnen knapp die Oberhand. Schade Mädels, aber Kopf hoch. Top-Leistung, der erste Sieg eine Frage von Tagen!
Da unsere 35er & 60er erst mit dieser Woche in die Saison starten, fehlen noch unsere Herren S45. Die S45 I wagt einen neuen Versuch in der Regionalklasse und startet furios rein. Im Heimspiel gegen Frankenburg springt Thom The Hof Mann für den verletzten Rainer Trusty Dirnstorfer ein und dominiert seinen einstigen Angstgegner Stefan Maletzky nach Belieben. Geralt Der Hexer Simmer zieht souverän nach, 2:0. Die neuen Babos in der 45er Bernardo und Luigi äh Mario haben etwas mehr zu kämpfen. Nach starkem Beginn müssen beide ins Match-Tie Break. Bernardo unterliegt mit 6:10 und denkt sich bitterer kann es nicht werden. Doch. Mario muss mit 11:13 klein beigeben. Untentschieden nach den Einzeln, aber noch immer alles drin. In den Doppeln aber leider das selbe Bild. Thomster bekommt Doppel-Legende Reinhard Lanzi zur Seite und die beiden cruisen durch die Partie. Unsere Unglücksraben aus den Einzeln bekommen wieder ihre Einzelgegner vorgesetzt und ebenso leichte Flashbacks der Singles. Knappe Niederlage, Endstand 3:3. Trotzdem ein starker Start gegen eine starke Frankenburger Mannschaft. Und dort fragt man sich, warum ihre alten Herren eigentlich nicht in der Allgemeinen antreten (siehe Ergebnis der 2er).
Auch die S45 II muss sich neu aufstellen und startet in Edt bei Lambach. Folglich wird mit Peter Erlach eine Legende aus dem Ruhestand geholt und von seinem Gegner postwendend wieder dahin geschickt. Wie beim Optiker. Die anderen Partien sind enger, doch Robert Fuzz Foseteder und Big G Gross müssen sich nach Kampf geschlagen geben. Einzig Thomas Saurer Radler hält die Fahnen mit einem soliden Spiel hoch, 1:3 nach den Einzeln. In den Doppeln wird munter durchgemischt, doch Fosi hat mit seinem Captain Andi O. an der Seite kein wirkliches Leiberl. Im Zweier aber sorgen die Underdogs Manni Schmid und Yusuf Demiroquai für eine Veranschaulichung von Kampfgeist und biegen ihren Kontrahenten mit 11:9 im Champions. Stark. Somit eine 2:4 Niederlage für unsere Señoritas II, auf die man aber aufbauen kann. Come on!
Das wars mit dem 1. Spieltag. Schon während der Woche beginnen unsere anderen Senioren die Saison, am Wochenende warten dann gleich drei Heimspiele auf euch. Die Herren 4 starten Samstag Vormittag, gefolgt von den Damen. Den Abschluss machen unserer Herren 2, zum Sonntags-Frühschoppen, im Derby gegen Schlatt.
See U There - Euer UTC.





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