This is how UTC goes
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Die Saison läuft erst an, aber Anlaufzeit ist für unsere Topstars ein Fremdwort. Unsere Mädels und Jungs liefern einen gehörigen Einstand und präsentieren sich in Topform. Der Reihe nach:
Da unserer 1er-Damen noch eine Woche zum Zuschauen verdammt sind, machen unsere Damen 2 den Beginn und zwar in St. Georgen. Gegen Attergau beträgt das Gesamtalter unserer Mädels in etwa dasselbe, wie der Durchschnitt der Gegnerinnen. Wahnsinn, was für ein Talent in Rüstorf schlummert. Und als wäre das nicht genug, verpflichten wir auch noch weitere Talente: Romy Schwaiger wechselt von Bach nach Rüstorf und liefert die erste Talentprobe im neuen Verein. Solider Sieg, ebenso wie Miri Huber und Leni Loipetsberger. Auf der 1 hat Cousinchen Nora Schwaiger etwas mehr zu kämpfen, bringt die Partie aber schließlich ultra souverän im dritten Satz nach Hause. Einen Kampf liefert auch Mia Holzi, nur leider vergebens. Nach verkorkstem ersten Satz kämpft sie sich bravourös in die Partie, wehrt gar einige Matchbälle ab, muss sich aber knapp im Dritten geschlagen geben. Der Ehrenpunkt für die Hausherrinnen ist da, mehr aber auch nicht, den unsere Mädels spielen die Doppel solide nach Hause und sichern sich damit gleich die volle Punktzahl. 3 Punkte zum Einstand in die Bezirksliga - kann man so machen. Vamoos Chicas!
In einer neu zusammengewürfelten Regional Süd starten unsere 1er-Herren gegen neue Gesichter in Mühlwang City. Die Feldkirchner aus Insolvenzhofen strahlen von Beginn an massive Sympathie aus - zwa Hoibe und a Tschick als Matchvorbereitung, den einen nennen sie Hermann obwohl er Georg heißt, der andere bekommt einen eher ungünstigen Spitznamen von seinem liebsten Vater vererbt. Unsere Jungs teils verwirrt. Zum Spielgeschehen: Der durch Don Didi’s Abschied endgültig etablierte Jungspund Tscheggo Capello startet mit geballtem Selbstvertrauen und einer eigentlich regelwidrigen Matchvorbereitung am Vortag. Er eröffnet die Saison wie die Feuerwehr - nur ein Gameverlust, 45 Minuten Schaulaufen. Ein ausnahmsweise nüchterner und wie ausgewechselter Kienmountainer zaubert am Nebenplatz ebenfalls feinste Tenniskunst. Was veränderte Lebensumstände so ausmachen können? Eigentlich auch egal, bravo Co-Capi - 2:0. Neuer Full-Capi und frisch aus den Flitterwochen zurückgekehrter Maverick Hofñales hat sich nach den Hochzeitsstrapazen der letzten Wochen sowohl finanziell als auch lebertechnisch rehabilitiert. Mit strahlendem Grinsen betritt er den Center Court, stellt aber schnell fest, ganz so leicht wirds ned. Mit etwas Bauchweh bringt er seine Partie dann trotzdem in zwei Sätzen über die Ziellinie. Ex-Capi Big P kämpft wie gewohnt um sein Leben. Ein stark agierender Gegner sowie die eigene körperliche Verfassung setzen ihm massivst zu. Für den Körper wird Wunderwuzzi Hofi T engagiert, für den Kopf Kieninator. Traumasalbe und mehrere mentale Watschn fruchten, hauchzarter Arbeitssieg. Einen Platz weiter zockt Sepp Kramaric gegen einen scheinbar noch unfitteren Gegner. „Des woa so a Partie, wo i woas do kaun i ned valiern”, rühmt sich unser Doppelpapa nachher. Clean Sweep incoming. Aber da fehlt ja noch unser kroatischer Ruhepol. Im ersten Satz zangelt Quick Chris wie aus einem Guss, wenig Aufregung. Das ändert sich postwendend im zweiten Satz, als sich sein Kontrahent dazu entscheidet, the Asche is Lava zu spielen und nur noch die Linien und das Netzband trifft. Schlussendlich muss sich Cheesy Chris inklusive Haslinger-Gedenk-Schlägerüberdenzaunwurf elendsknapp geschlagen geben. “Waun do a Kind gstaundn wad?!”, schimpft das Publikum. Naja, Schett happens. 5:1 Zwischenstand, rein in die Doppel. Marv mit Kieni, Eisi mit Tscheggo, Kadaver mit Kadaver - und was soll man sagen, drei mal Easy Clap - 8 zu Entschuldigung. What a start! Riecht es da nach Aufstiegsambitionen? Die Euphorie läuft gar über, im Hause Loipetsberger werden zu späteren Stunde noch die ersten UTC Mixed-Pläne geschmiedet. Forza UTC!
Unsere 2er ist es schon gewohnt, das Terrain regelmäßig zu wechseln. Heuer darf man wieder öfter gen Wels pendeln, der Startschuss fällt beim UTC in der Rosenau. Die Anlage wurde durch die Nichtteilnahme am Wintercup erfolgreich für einige Zeit gemieden, nun sollen dort auch positive Erinnerungen entstehen. Den Startschuss machen die Urgesteine Dan The Man und RAPH Huamora und die lassen sich nicht lumpen - zwei souveräne Siege. Neo-Berliner Nicolâsz O. macht in der selben Gangart weiter. Der Gegner kann ihn kaum fordern, also macht er am Weg zu Seitenwechsel ein paar Burpees, trägt zur Satzpause eine mit Steinen gefüllte Tennistasche um die Anlage und schupft zum Schluss noch ein paar gespielte Dunlop-Bälle gegen die Anzeigetafel. Das war es aber mit easy-peasy an diesem Samstag. Guiliano Simlehone macht da weiter, wo er letzte Saison aufgehört hat: Er will einfach gar nicht mehr runter, wenn er mal auf dem Platz steht, verwechselt ab und an mal die Stromleitung mit dem Netz und quält Gegner und Zuschauer. Beweist aber ein ums andere Mal seine Kämpferqualitäten und seine Pferdelunge und fährt klassisch Jules-alike, einen staubigen 3-Satz-Sieg ein. Mühsam macht es sich auch der Hoff. „Schnell zangeln, dann gibts a Tütn“, lautet seine Devise vor dem Match. Hopemanito bekommt es aber mit einem gut aufgelegtem Gegenüber zu tun und nach verlorenem ersten Tie Break rückt das Feierabendbier in noch weitere Ferne. Huamarotti prostet ihm aus der Ferne zu, kurze Gedanken über eine andere Variante zum schnellen Match-Ende kreisen durch Hoffs Kopf. „Na, solaung da Soft reicht, gib i Gas!“ Hasselhoffi gibt Gas, erkämpft sich das zweite Tie Break, dann ist der Tank aus. Zum Glück sind aber noch ein paar Duracels in Hopfis Tennistasche. Batteriewechsel wirkt, wie bei einer alten Fernbedienung. Fünfter Punkt und der Tagessieg - Boom! Der Platz ist aber warmgespielt und Debütant Mad Max Schett will ihn auf gar keinen Fall abkühlen lassen. Die Nerven sind aber noch nicht ganz beim UTC angekommen. Er und sein Counterpart liefern sich teils Eckplanenzielschießen, fighten sich durch drei hart umkämpfte Sätze und leider bleibt das Happy End zum Debüt verwehrt. Auch hier fällt die provisorische Kiste über die Nummer 1. Das wars aber mit Geschenken für die Welser, spät ist es auch schon, die Doppel werden zur Formsache für unsere Blackies. 8 zu! Sie holen auch ohne den abweswenden Capitano Rubkev einen starken Dreier zum Auftakt und katapultieren sich an die Tabellenspitze. Schöne Momentaufnahme. Bamos!
Die 3er macht den Wochenend-Abschluss und das im Heim-Derby gegen Schwanenstadt. Die ausverkaufte Mühlwang-Arena zum zerbersten voll, sodass sich El Presidente Fellnini wundert, ob den niemand den Muttertag feiert. Und unsere Youngsters legen angefeuert vom frenetischen Publikum ebenso fulminant los: Alexandros de Bäcka zeigt seine Topform und lässt der Schwanenstädter Legende Martin Steini keine Chance. Chapeau! Ebenso-Youngster Tobi Grubex spielt am Nebenplatz nicht weniger eindrucksvoll - zweiter solide Tagessieg. Dann aber beginnt der Derby-Traum zu zerplatzen. Michele De Fellnini und Rolando Da Pogal sind zwar dran, aber können nichts zählbares mitnehmen. Genauso geht es auch Küken Seb Lehner, dessen Gegenüber einen Sahnetag erwischt. Fehlt noch Herren-Debütant Fellni Junior: Die Last des Derbysieges auf seinen 12-jährigen Schultern kämpft Fredi mehr als wacker, muss sich aber nach drei Sätzen geschlagen geben. 2:4 nach den Einzeln, die Situation nahezu aussichtslos. Doch der Andrang auf der Terrasse lockert sich ein wenig und unsere Spieler können sich wieder unterhalten. „Gemma Jungs, Doppel kinn ma“, pusht Non-Playing Captain Wilfredo seine Boys. Und wie sie Doppel können: Alexis und Tobinho mit staubigstem 1er-Doppel, die Fellnainis ebenso trocken und plötzlich steht es 4:4. Die Anspannung kaum zu fassen. Auch für unsere Routiniers Franky Woodman und Bogdan Rolando nicht. Nach souveränem ersten Satz und plötzlich mit der Chance auf den Derbysieg, nässen sie sich ein. Die Gegner retten sich ins Champions, Bogdans Arm wird schwerer, Francescos Vorhand Gottes wir zur Vorhaut Jesus - nicht mehr vorhanden. Und doch, und doch irgendwie beschwören sie den Doppelgeist von Mühlwang, spielen in der Entscheidung fokussiert auf und holen sich das entscheidende Champions. 5:4 - Doppelgötter. Derbysieger. Vamooos!
Die S45-Oberliga-Damen bestreiten ihren Einstand in Lenzing. Die Aufgabe gegen routinierte Lenzingerinnen erweist sich wie erwartet schwierig, Gitti Ransmayr und Sabiene Schmid unterliegen deutlich, Silkerena Lehner nach hartem Kampf endsknapp im Dritten. Doch die Kapitänin holt die Kohlen aus dem Feuer: Claudsch Kreuz spielt überragend auf und sichert dem Team mit ihrem Matchsieg ebenso den ersten Punkt in der OÖ-Liga. Bravo! Dabei bleibt es auch, den auch die Lenzingerinnen wissen etwas von der bekanntlichen Doppelstärke. Aber ein Punkt näher am Klassenerhalt - solider Start!
Unsere Señoritas bestreiten ihren Auftakt gegen SV Raika Munderfing. Schon voll fokussiert bekommt Captain Di Capello kurz vor Dienstschluss einen Anruf von ganz oben. Er wisse um die Bedeutung der Partie für den gegnerischen Hauptsponsor, dementsprechend solle sich die Gegenwehr in Grenzen halten. Sonst drohen Konsequenzen. Mit dieser Info im Gepäck reist unser Capitano zum Heimauftakt und trotz Gewissensbissen, behält er es für sich. Über drei Ecken kommt es dann doch raus und Thomasso, Martinho und Othonello wollen ihren Captain nicht in Schwierigkeiten bringen. Doppelfehler hier, Vorhand ins Aus da, 3:0-Führung für Munderfing steht parat. Doch der Captain selbst bekommt Schmerzen beim Zusehen, so etwas kann doch nicht sein. Er wirft alle Bedenken über Bord, zangelt bravourös auf und holt den Punkt und somit auch die Chance auf ein Remis in den Doppeln. Dort spielen unsere Athleten nun ohne Hintergedanken und nach gewonnenem 2er-Doppel riecht es gar kurz nach Sensation. Doch die gegnerische Nummer 1 erweist sich als zu stark und unsere Mannen müssen sich 2:4 beugen. Holen aber einen starken Punkt zum Saisonstart.
Gleich daneben beginnen die Señoritas II ihre Saison gegen den ESV Wels. Auch sie bekommen Wind vom Druck auf 1er-Capi Bernardo. Unruhe herrscht. Capitano Andi O. kämpft damit seinen Jungs zu versichern, dass das nur die 1er-Mannschaft betrifft, jedoch vergebens. Nicht zuletzt fehlt ihm dann die Power für die eigene Partie und kassiert die Höchststrafe. Lediglich Tom The Power Radler ist schon beim Einspielen als die umstrittene Info eintrudelt, spielt also voll fokussiert auf und holt auch für unsere 2er den ersten Saisonpunkt heim. Mehr soll es auch nicht mehr werden, doch der eine Punkt macht Lust auf mehr. Auf gehts!
Und unsere Oldies kommen so richtig in Fahrt: Nach dem Remis zum Auftakt geht es in den Attergau. Herby Niesner DOC und Chris Amigolinger halten unsere Mannen in den Singles im Spiel - 2:2 vor den Doppeln, also a gmahte Wiesn. Die Doppelstärke ist nämlich wieder aufgeflammt. Pedro und Ernesto sowie Herby und Old Shatterhoff verteilen gar jeweils ein Monokel und bringen die Partie staubtrocken nach Hause. Als I-Tüpferl gibt es sogar die vorübergehende Tabellenführung. So macht die Meisterschaft wieder Spaß. Bravo Jungs!
Dieses Wochenende gibt es Frauenpower deluxe auf der Anlage zu Mühlwang. Am Samstag liefern Damen 1 und 2 den Heimdoppelpack gegen Eberstalzell/Stadl-Paura respektive Fischlham. Am Sonntag dürfen dann die Ballerinas aus der 2er ran und hoffen auf ebenso volle Tribünen, wie diesen Sonntag. Und wir alle hoffen auf wenig Regen. Bitte.
Bis bald am TP und auf Wiederhörnchen
Euer UTC





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