Spieltage sind Feiertage
- 30. Mai 2025
- 9 Min. Lesezeit
Wie in ganz Österreich, macht der radikale Sparplan auch vorm UTC Rüstorf keinen Halt: Budgetkürzungen, Papiereinsparungen und Personalabbau herrschen gerade in unserer Redaktion vor. Deshalb müssen wir uns stilistisch etwas neu orientieren und daher werden in Zukunft manche Partien etwas rascher behandelt. Wir werden aber trotzdem alle Gustostückerl im Auge behalten und geben unser Bestes, die Sternstunden des UTCs zu Papier zu bringen:
Nach einer mehr oder weniger erholsamen, spielfreien Woche für unsere 1er wartet mit Aufstiegsaspirant Frankenmarkt ein echter Brocken auf unsere Jungs. Unter der Woche zwitschern aber ein paar Münchner Spatzen frohe Kunde von den Dächern: Der auf 1 gesetzte Tobi Breinmampf muss nach der Niederlage gegen den großen ATSV Rüstorf in der Vorwoche, die Tennisschuhe gegen die Stollen tauschen – Riesendankeschön ins Waldstadion an dieser Stelle! Ein Pflichtjugendlicher muss ebenfalls einspringen - die 2er hat spielfrei. „So schlecht wie heid, dawisch mas de gaunze Saison ned“, motiviert Capi Big P seine Mannen. Ab ins Spielgeschehen: Am Center Court zu Mühlwang entwickelt sich von Beginn weg eine brennheiße Atmosphäre. Cheesy Chris kämpft im ersten Satz gegen seinen eigenen Kopf und gegen einen massiv stark retournierenden Kontrahenten. Ab Satz zwei machts dann plötzlich Klick bei unserem Hitzköpfchen: Mit erschreckender Ruhe, dem Capitano als mentalen Händchenhalter und hoher Tenniskunst, tütet er den ersten Sieg des Tages ein. Am Platz daneben – umgekehrte Rollenverteilung. Tung Tung Kienur knüpft anfangs nahtlos an seine Leistungen aus den Vorwochen an. Leider findet der gelixelte Franz ab Mitte der Partie den richtigen Schalter im Oberstübchen. Knappe Niederlage für unseren Kienmeister. Nicolasz O. komplettiert die erste Einzelrunde und wie: „Wos dan denn de zwoa? Wer am lautan ‚Come On‘ schreien kau oder wos?“, hallt es von den Zuschauerrängen. Nach 3 ½ Stunden brutalem Abnutzungskampf putzt Nico Oberülkenberg seinen Gegner ein für alle Mal vom Platz - was ein Fight. Sichtlich irritiert beginnt Big P aufgrund von Zeitersparnissen seine Partie parallel am 4er Platz. Links von ihm ein Schreiwettbewerb, rechts von ihm Trainerstunden, kein Fokus, schneller Weg zur Abziehmatte. Fehlen noch Sepi Kramaric und Marv Marvilonski. Ersterer startet gut, lässt aber genau so schnell wieder nach. Marv hingegen hat richtig Bock seine Leistungskurve mal wieder nach oben zu schrauben. Nach schwierigen Wochen zeigt er allen Anwesenden, was nach wie vor in ihm steckt. Top Leistung, 3:3 vor den Doppeln. Die Aufstellung hat sich dann ausnahmsweise mal schnell erledigt, owagschriebn wird, auch bei den Frankenmarktern. Gott sei Dank mit dem besseren Ende für die Heimischen. Schlussendlich steht ein verdientes 5:4 zu Papier. Zwei absolut wichtige Punkte in einer unberechenbaren Regionalliga Süd. Immer weiter!
Unsere Damen sind zur dritten Saisonpartie bei der Spitzenmannschaft Grieskirchen zu Gast. Unsere Girls wollen den ersten Saisonsieg, die Grieskirchnerinnen wollen das verhindern. Und ein echter Schlagabtausch entwickelt sich. Babsi Loipes und Elena O. halten die Fahnen für den UTC hoch, Mavie Loipes und Miri Huber müssen sich beugen, Das Zünglein an der Waage wird also die Partie von Marie Mairhubes und es kommt zum hochpannenden dritten Satz. Dort setzt sich leider die Routine der Gegnerin durch und die Grieskirchnerinnen gehen mit dem leichtem Vorteil in die Doppel. Leider mit großem Vorteil, denn die Doppel sind quasi die Achillesferse unsere Mädels heuer. Leider auch diesmal - 2:5 der Endstand. Aber schon dieses Wochenende im Heimspiel die nächste Möglichkeit. Vamos Girls!
Ein Gefühl welches unsere 2er Damen zurzeit gar nicht kennen, sie schweben weiter auf Wolke 7: In Wartberg stellen zwei Mal Schwaiges souverän und Mia Woodinger mit dem Rehabilitationssieg schnell die Weichen auf Sieg. Leni Loipets muss sich zwar im Einzel noch geschlagen geben, aber liefert dann gemeinsam mit Nora Schwaigsi souveränst im Doppel ab und holt den 3:1-Sieg nach Hause. Unsere Girls festigen die Tabellenführungen und zeigen sich einmal mehr als Newcomer des Jahres. Butsch-Bamos!
Spieltage sind Feiertage. Und zur Feier des Tages lassen sich unser Neu-Präsident und unser Ski-Präsi beim Gemeinde-Brunch für Neuzugezogene verköstigen. Ein riesiges Event von und bei der Gemeinde, mindestens 150 Leute, weit und breit kein Dixi-Klo in Sicht. Ob die beiden dort auch eine Funktion haben oder nur belegte Brötchen abstauben wollen, wir wissen es nicht. Der Rest der 2er bricht auf jeden Fall schonmal Richtung Hausruck auf. Weibern heißt der Gegner und auf Google Maps schwer zu finden. Dort wo aber im Internet noch eine Mega-Baustelle zu sehen ist, steht im Real-Life mittlerweile ein Prunk-Sportzentrum, dass eher an Leistungssport, als an Dorfverein erinnert. Futuristisches Vereinsheim, riesige Stockschützenhalle, Fußball- samt Trainingsplatz mit feinerem Rasen als bei so manchem Bundesligisten, Käfig, Beachvolleyballplatz und natürlich 3 feine Tennisplätze. Das alles um zig Millionen. Also entweder sind die am Hausruck auf eine Goldader gestoßen oder Weibern ist das neue Palermo - brutal was da an Geld zuhause ist. Ein paar Euros waren für die Weiberner auch noch drinnen, einen Ausnahmekönner auf der 1 zu verpflichten, aber dazu später mehr. Vorerst laufen Hasselhoffi, Huambert Hurkacz und Andrey Rubkev auf der roten Asche auf und starten die Punktejagd. Luciano Huamarotti hat zurzeit nicht die beste Beziehung mit dem roten Parkett. Die Leistung passt zwar, aber die des Gegners passt noch mehr - 1:0 für die Weiberner. Links und rechts von Huamarotti laufen die Rüstorfer zur Höchstform auf: „Sobald da andere an 5er vorne hat beim ITN, is des Ding sowieso glaufen“, posaunt The Hoff. Ein Mann, ein Wort, absolut keine Chance für seinen Widersacher. So klar ist das bei Andrey Rubkev normalerweise nicht, aber die vorwöchige Gehirnwäsche hat anscheinend langfristig gefruchtet. Er schlägt seinen ersten Vorhand-Winner in der Meisterschaft seit zwei Jahren, spielt gar halbwegs ansehnliches Tennis und bringt den zweiten Punkt des Tages souverän nach Hause. Mittlerweile sind unsere ausgiebiger Bruncher eingetroffen und machen sich warm für ihren Einsatz. Floberto Blanco-Gruber bekommt die Goliath-Aufgabe, sein Gegenüber hat erst vor kurzem dem Topstar der Liga, einem Florian Übleis, richtig einen Denkzettel verpasst. Aber man wächst mit seinen Aufgaben und Gruberto wächst wahrlich über sich hinaus. Er bietet einen wahnsinnigen Fight, entlockt seinem Gegner den ein oder anderen Wutausbruch und muss sich nur denkbar knapp geschlagen geben. Schade, aber bärenstark. Bärenstark verkauft sich auch Youngster Julianito Alvarehner am Nebenplatz. Sein Gegenüber ist auf dem Papier ebenso übermächtig, aber Guiliano fightet sich stark rein und macht den zweiten Satz ultraspannend. Leider entscheiden in solchen Partien wenige Big Points und die gehen dann leider in die anderen Richtung. Weibern nun 3:2 in front und am 3er-Platz wird noch gezangelt. Und gezangelt. Und munter weiter gezangelt. Edeljoker Michael Fellps wurde schweren Herzens von der 3er losgeeist und kämpft nun in der 2er ums Überleben. Er gleicht den Satzrückstand aus und macht im Dritten zur richtigen Zeit das Rebreak. Die Nerven liegen bei Zuschauern sowie Spielern blank. Jeder Fehler kann jetzt entscheidend sein - so wird auch gespielt. 2 Matchbälle, 2 Matchbälle abgewehrt, das Publikum kann nicht mehr hinschauen. Und dann ist es doch vorbei. Grandioser Fight von Fellnini, aber ein 2:4 nach den Einzeln. Ein Punkt sollte jetzt das Ziel sein, sollte man meinen. „Des is ma zfad, probier ma doch wos“, meint ein Captain mit mehr Selbstvertrauen, als manch anderem lieb is: „De glauben nie, dass ma auf olle drei Doppel gengan.“ Glauben sie wirklich nicht. Ist auch ziemlich unverantwortlich, wenn man an den schier übermächtigen 1er der Weiberner denkt. Doch wie viele Dinge, die auf Pappkartonteller gekritzelt werden (und dann im Keller versauern), ist die Doppelaufstellung der 2er niet und nagelfest. Und der Krimi beginnt: Jules und Hasselhoffi zahlen im ersten Satz noch Lehrgeld, doch spätestens mit Beginn des Zweiten sind sie richtig drin und starten mehr als durch: 6:1 - Statement. Die werden doch nicht? Auf Platz 2 schaut es ebenfalls rosig aus und auch auf Platz 3 ist alles drin. Beim Rüstorfer Anhang fängt es leicht an zu Knistern. Das Champions spitzt sich zu, steht auf der Kippe, doch zwei Fehler zu viel reichen und es kippt in die falsche Richtung. Hoch gepokert, aber nur wer riskiert, kann auch gewinnen. In die falsche Richtung kippt auch das 3er-Doppel, Huamarotti und Fellnaini sind zwar stets dabei, müssen sich aber nach zwei knappen Kämpfen geschlagen geben. Nun droht gar der 0-Punkte-Super-Gau, aber ein Doppel steht noch aus und zwei, die können heute mit Druck umgehen: Grubex und Capitano Kevbert spielen ihr Ding souveränst nach Hause und sichern den Auswärtspunkt. Trotz Schlappe gute Stimmung bei der 2er - am Sonntag folgt ein richtungsweisendes Duell gegen den Meisterschaftsfavoriten aus Regau. Vamos!
Sonntag 09:30 Uhr. Rüstorf. Schlatt. Derbytime! Zum Abschluss des Wochenendes laden die 3er Herren zum absoluten Showdown ein. Die Zuschauerterrasse platzt trotz wechselhaftem Wetter aus allen Nähten und sogar Ehrengäste des ATSV lockt dieser Leckerbissen auf die Anlage. The Stage is set. Captain Willi.I.Am Lehner lässt sich nicht lumpen und schickt sechs seiner besten Pferde ins Rennen. Auf 1 darf Jungstar Alex Bäcka gegen die Schlatter Zeltfestlegende Helmut Foresthear antreten. Heli, vielleicht mit etwas zu viel Hopfenbrause vom Vortag im Tank, spielt von Anfang an, sagen wir mal, komisches Tennis. Verwirrungstaktik hin oder her, unser Bäcker Bua ist davon wenig beeindruckt und bringt den Siegeszug ins Rollen. Und wie wir bekanntlich wissen, hat dieser in Rüstorf keine Bremse. Dahinter ändert sich nämlich wenig an der Tonart. Em the Ham, am Mittwoch Gott sei Dank das EL-Finale nicht live mitverfolgt, fährt den nächsten lockeren Sieg ein. Emiliano Riceinger, Legionär Georg Pichlmann und Fohlen Sepp Lehner schließen sich an und beenden mühelos und schnell ihre Einzelpartien. Einzig Capisonne Willi nutzt sein Saisondebüt um etwas länger auf dem heiligen Sand stehen zu dürfen. „D Reserv geht erst um 3 los, i hob nu Zeit“, so seine gewohnt lockere Zunge nach verlorenem zweiten Satz. Im Dritten verletzt sich leider sein Kontrahent schwerer am Knöchel, Walkover beim Stand von 4:1. Gute Besserung an dieser Stelle! Die massive Ernsthaftigkeit dieser Partie zeigt sich dann bei der Aufstellung der Doppel: Willi lässt Starspieler Bernardo Capello und Simsi Geraldo einlaufen, Schlatt verstärkt sich mit dem ehemaligen Bomber von Rüstorf, Thomas Heidinger. Das 1er Doppel, ein Krimi wie er im Buche steht. BernCapo und Simsi müssen massiv in die Trickkiste greifen, können aber im Champions Tiebreak kühlen Kopf bewahren. Doppel 2 und 3 sind dann reine Formsache für unsere Jungs, 9:Entschuldigung, Ekstase pur. Derbysieger Derbysieger, hey, hey!
Kleiner Sidefact am Rande, Capitano Willi hat an diesem Tag gleich zwei Gründe zu feiern. Im anschließenden Kantersieg des ATSV gegen Gosau trägt sich Sohnemann Juliano gleich zwei Mal in die Torschützenliste ein, ein perfekter Sonntag!
Für unsere S35-Herren zeigt es sich einmal mehr, dass es in dieser Saison ganz schwer wird. Die Aufstellung der Attergauer pervers. Hasselhoffi darf sich gegen einen 2,7er beweisen, das sagt eigentlich schon alles. 0:6 Auswärtspleite, Kopf hoch, schwerer wirds hoffentlich nicht mehr. Auch unsere 35er-Mädels merken, dass es diese Saison etwas holpriger wird. Gegner Marchtrenk läuft mit zwei hohen Hürdinnen auf 1 und 2 in Rüstorf ein, so muss Raffi Ehrengruber beim Debüt einen wegstecken.Hinten raus wird die Partie offen gehalten und Raffi und Gitti Capello sorgen für das sichere X im Zweierdoppel. Im Einserdoppel wachsen Silke und Babsi fast über sich hinaus, werden dann aber doch zurück auf den Boden geholt. 3:3 gegen die Topmannschaft aus Marchtrenk. Aber weiter alles drin, auf gehts Mädels!
Eine Topmannschaft sind auch unsere Golden Girls: In Aurach will man einen weiteren Schritt Richtung möglichen Meistertitel machen und lässt dabei keine Zweifel aufkommen. Zwei souveräne Einzelsiege und einmal falscher Fuß sorgen dafür, dass bei Sabiene Schmids Partie richtig Druck im Kessel ist. Dem hält sie Stand, 10:8 im Champions. Die Doppel dann nur noch Formsache, ein souveräner 5:1-Auswärtssieg die Folge. Auswärtsieg ist auch das Thema, wenn wir nach Rüstorf wechseln. Unsere Señoritas I müssen gegen Eigenheim ran und diese Gegner, sind wirklich brutal dieses Jahr. Wieder mal ein pervers gutes Line Up zu Gast, wieder mal wenig zu holen. Doch Capitano Bernard Kapellic denkt sich, aufgegeben wird ein Brief. Er fightet wie ein Tier und ringt seinen Widersacher im Champions nieder. Chapeau Bernardo. Das war es dann mit der Ausbeute, denn unter anderem müssen sich Thomasso Schwaigsi und Othmar Hubertus endsknapp im Champions geschlagen geben. Aber einen starken Punkt im Kampf um den Klassenerhalt gemacht. Bravo Jungs!
Und zum Abschluss noch etwas richtig Fröhliches: Unsere Señoritas II sind in Neukirchen bei Lambach gefordert und wollen weiter zeigen, was sich über den Winter getan hat. Und das machen sie erfolgreich: Rolando Pogic zeigt eine überragende Partie auf 1, setzt dem Goliath auf dem Papier richtig zu und muss sich leider doch hauchzart geschlagen geben. Hinter Schussfang Rolando setzt es aber einen Rüstorfer Sieg nach dem anderen: Emilio mit Routine, Renschinho mit dem Vorschlaghammer und Andi O. mit ganz viel Gefühl. Um im Doppel dann ganz auf Nummer sicher zu gehen, laufen Mario Loipes und der neuverpflichtete Doppelspezialist Christopher Föttingus auf. Zwei solide Siege und ein staubiger 5:1-Erfolg. Hepp, Hepp - Hurra! Hinter den unverschämten Neukirchnern von der Vöckla setzen sich unsere Golden Boys auf dem zweiten Tabellenrang fest und sind somit starker Best Of The Rest! Vamos!
Schon heute geht es weiter: Unsere S45-Mädels und unsere S45-Herren II wollen im Doppelheimspiel die nächsten beiden Siege einfahren. Morgen geht es dann für unsere Damen im Heimspiel gegen Vöcklabruck um den ersten Saisonsieg. Und am Sonntag dann der krönende Abschluss: Unsere Damen 2 läuten den Frühschoppen gegen Grieskirchen ein und wollen die Tabellenführung ausbauen. Anschließend fordern unsere Herren 2 den Spitzenreiter aus Regau und wollen die Liga durcheinander wirbeln. Also auf zum TP!
Cheerio
Euer UTC









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