Hawk Tuah
- 5. Juli 2024
- 8 Min. Lesezeit
Vorletzter Spieltag für den UTC und die Saison spitzt sich zu: Unsere 1er bricht nach Ischl auf, um nach einigen knapp verpassten Punkten endlich den Klassenerhalt dingfest zu machen. Absoluter Abstiegsgipfel in der Kaiserstadt. Zwei Punkte müssen her - do or die. Anfänglich ist von Anspannung und Nervosität nichts zu spüren, unsere Jungs sind voll im Modus: Endlich gehts wieder moi um wos. Nur einer hat schon bei der Hinfahrt massive Schmerzen, aber Gott sei Dank verhindert Marvinskis Klimaanlage einen hitzebedingten kramerischen Walkover noch vor Spielbeginn. Bei den Gästen angekommen folgen sofort gespannte Blicke auf den Spielbericht. Gerüchten zufolge habe nämlich eine australische Wühlmaus die Aufstellung der Kaiserstädter unter der Woche bis nach Rüstorf getragen und sieh an: Bad Ischl tut unseren Jungs tatsächlich einen Gefallen und stellt nicht die Crème de la Crème ihrer Nennliste auf. So beginnts! Am Centercourt bietet unser Eistof Chrisknapp Tennislehrerkost vom Feinsten. Der erste Satz besteht praktisch nur aus Slice und Volleys aus allen Lagen. Genug um seinen Gegner Bernd das Brot Zwettler aus dem Konzept zu bringen. Satz 2 gestaltet sich um einiges enger, viel Einstand, lange Games. Durch den unglaublich starken Support unserer Jungs auf der Trainerbank – riesiges Dankeschön Marvin - bringt Cheesy Chris den ersten Einzelsieg in trockene Tücher. Am Platz daneben steht ein völlig relaxter und schon fast lächerlich lustlos wirkender Simon Garfunkel Kieninator. Sein Kontrahent ist Christopher Herzog, eine deutsche Legende in Ischl. Zur Überraschung der Unseren spiegelt sich Kienis Körpersprache mal so überhaupt nicht in seinem Spiel wider. Mit Winnern aus allen Lagen und einer Aufschlagquote von nahezu 100% richtet er den Herzog von Bad Ischl auf grausame Art und Weise hin. Die Guillotine wirkt human dagegen. Klassenerhalt loading. Aushilfsedeljoker Stefan Poschmann kommt mit seinen Füßen und der Hitze anfänglich fast gar nicht klar. Trotzdem führt er mit 5:3. Doch dann erspäht sein geschultes Auge abseits des Platzes einen prächtig gepflegten, ja nahezu majestätischen Blumenstock auf der Anlage. „Hach, wos dadn do de Dagi und mei Schwester dazua sogn?!“ Erst beim Stand von 5:7 0:3 bemerkt El Hoff wieder, dass er gerade auf einem Tennisplatz steht. Trotz wiedererlangtem Fokus kann er die Partie nicht mehr drehen. Weiter geht es mit Küken Marvinski, Here Comes The Sun-Krakner und Big P. Marv hat vormittags wohl Eiswürfel gefrühstückt und fertigt Rolando Lechner mit nur einem Gameverlust ab. Kramaric hingegen, tja was soll man sagen: Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad weigert sich sowohl Kopf als auch sein Körper Funktionen durchzuführen, die nicht der reinen Lebenserhaltung dienen und geht in den Stand By-Modus - zweiter Loose des Tages. Capitano Big P startet furios in das letzte verbliebene Einzel und stellt die Weichen auf das wichtige 4:2. Beim Stand von 6:1 3:0 und 40:0 bei eigenem Aufschlag bekommt er plötzlich mehrere Watschen auf einmal. Hitze, Nerven und die körperliche Fitness lassen ihn völlig im Stich. Mit viel Willen und Kienis Arschtritt bringt er trotzdem den so wichtigen Sieg in zwei Sätzen über die Ziellinie. 4:2 vor den Doppeln. Diese gestalten sich dann schneller als erwartet. Bei der Hitze kann man das aber auch wirklich niemanden verübeln. Das Einserdoppel Eisinski und Marvinski und das Captainsdoppel Kieni und Jo-Philfried fahren ungefährdete Siege ein. Sepi und Hoffmanninger spielen etwas länger, verlieren aber leider das entscheidende Tie Break 9:11. Alles egal, Endstand 6:3, Erleichterung pur, deutsch-österreichische Planschparty in der Traun. Unsere 1er bleibt da wo sie hingehört: In der Regionalliga. Vamooooooooos!
So wie wir - wie das Erwachsene halt machen - Reels auf Instagram schauen und somit den aktuellen Trends immer mindesten zwei Wochen hinterher sind, so kommt auch bei unseren Damen die Konsequenz oft mal erst 1-2 Wochen später heraus. Nach dem herausragenden Erfolg gegen Attnang letzte Woche, will man eigentlich entspannt Richtung Titel marschieren. Da kommt der Tabellenletzte aus Vorchdorf genau zur rechten Zeit - sollte man denken. Doch die Vorchdorferinnen erwiesen sich als brutal ehrgeizige Sportsfrauen: Um nicht noch auf den zehnten Platz in der Neunerliga abzurutschen, schicken sie ihre halbe 1er-Mannschaft in das für sie bedeutunglose Duell und machen somit einen auf Marc Márquez 2015. Unsere Mädels zeigen, dass sie tennismäßig trotzdem mehr als ebenbürtig sind, aber irgendwie will der Kopf heute nicht mitspielen: Mavie Loipes kommt nie so ganz rein und muss sich nach zwei umkämpften Sätzen geschlagen geben. Mit dem reinkommen haben Babsi Loipes und Elena O., Schwester von Nico X-Jam O., weniger Probleme, sie gewinnen ihre ersten Sätze ungefährdet. Doch dann spüren sie die Hitze des Gefechts oder vielleicht auch die echte Hitze und verlieren völlig den Faden. Elena Sw O. ntek gibt zwar im dritten Satz nochmal alles und und fightet sich zurück, aber am Ende des Tages stehen die Punkte 2 und 3 für Vorchdorf im Spielbericht. Immerhin haben wir auch auf 4 und 5 Leistungsträger und Marie Mairhubes und Hannah Di Capello zeigen der etatmäßigen Vorchdorfer Mannschaft, was sie schon die ganze Saison erleben: Eine Abreibung. Somit geht es mit 2:3 in die Doppel und die Hoffnung lebt weiter. Doch ebenso die Verstärkung der Vorchdorferinnen. Somit reicht es trotz erkämpften Zweierdoppel von Elena und Mavie nur zu einem 3:4. Vorchdorf klettert auf den starken siebten Rang. Für unsere Damen hat sich die Tabellensituation wiederum etwas verkompliziert und die eine oder andere ärgert sich vermutlich doppelt, warum man Attnang in der Vorwoche einen Gnadenpunkt im Doppel überließ. Im letzten Spiel benötigen unsere Girls nun einen Dreier, um Attnang noch von der Spitze zu stoßen. Der Gegner ist mit den punktegleichen Traunkirchnerinnen aber kein einfaches Los. Doch keinesfalls unmöglich. Auf geht’s Mädels, macht den letzten Schritt zum Titel. Vamooo!
Zwar ebenfalls auf dem zweiten Tabellenplatz liegend, aber grundsätzlich um einiges entspannter, läuft es bei unserer 2er. Mit einem spielfrei am letzten Spieltag ist dieser Samstag bereits der Saisonabschluss für unsere Blackies und es geht quasi nur noch darum, den Vizemeister einzutüten. Gegner Wels steckt derweil noch mitten im Abstiegskampf und hofft, etwas mitzunehmen. Durch Personalprobleme unsererseits scheint das nicht unmöglich, ein etwas angeschlagener Kader macht sich auf den Weg nach Wels. Doch unsere Zweier will trotzdem alles heraus holen: Temperaturen fernab von gut und böse scheinen Capitano Medvekev vorzüglich zu liegen: In seinem Kopf, wo sonst unzählige Gedanken, von der Doppelaufstellung bis hin zur späteren Spezia-Bestellung herumschwirren, hat er nur eines: Überleben. Also wird das altbewährte Erfolgsrezept aus dem Köcher geholt - sein Gegner verzweifelt am Schnibidi Schnibinator. Der nächste der mit heißen Temperaturen umgehen kann ist Youngster und Zweierdebütant Alex The Machine Bäcka. Von Papa Max schon früh an die Temperaturen in der Backstube gewöhnt, bringt auch er seinen Gegner zu sämtlichen Schlägerschmeiß-Aktionen und zeigt mit einem beherzten Match auf. Schließlich belohnt er sich im dritten Satz nach 2,5 Stunden Fight mit seinem Debütsieg. Wahnsinn Alex! Danach beginnt die Fassade aber etwas zu bröckeln. Luciano Huamarotti steht kurz vor einer einmaligen 8:0-Saisonbilanz und das setzt ihm zu. Schon tags mit Fieberzuständen zu kämpfen, findet unser Huamarotti nie richtig in die Partie und klagt über Bälle, Platz und einen altbekannten, unangenehmen Gegner. Und auch wenn er diesen normalerweise im Griff hat, reichen die Gesamtumstände für eine bittere 6:7 6:7-Pleite. Schade Huambert, die Saison war trotzdem mehr als top! Nebenan startet Thomas Hofmaestro in seine zweite Single-Partie nach der OP und stellt seine Gesundheit einmal mehr hinten an. Unverschämt, dass von ihm zu verlangen, aber ebenso unverschämt, wie gut man ohne astrein funktionierende Beine sein kann. Für die meisten hätte es gereicht, aber trotz aufopferungsvollen Kampf heute nicht. Aber wehe jedem, wenn der wieder ganz bei Kräften ist. Auf 1 verzögert sich die Partie von Florian Grubitsch etwas, Gegner Benny Auer hatte einen anderen Zeitplan im Kopf. Am Platz läuft es aber dann ganz nach Grubex’ Plan, er macht die Punkte, sein Gegenüber die Fehler - staubiger Sieg! Fehlt nach Lamine Jakkal Capello: Nach einer Hochrisiko-OP ist sein Einsatz noch immer mit großen Fragezeichen übersäht und er weiß selber nicht, was uns da heute erwartet. Und naja, für die wichtigen Partien im nächsten Jahr sollte Jakkonaut schonmal das ein oder andere Muttermal auf Abruf stellen. Er rasiert, wie die Hautärztin vor 8 Tagen seinen Rücken. Mit feinster Klinge lässt er einen nicht unbegabten Widersacher ziemlich alt aussehen. Wow! So steht es dann doch 4:2 für unsere 2er und der Sieg abholbereit. Für den Dreier wird es schwer und nach wenigen Doppelmomenten unmöglich: Huamarotti und Rubkev auf verlorenem Posten, augenscheinlich beide Sonnenstich-gefährdet. Das sehen The Hofmeister und The Bäck-Maschine am Nebenplatz und stellen auch ihre Bemühungen ein. Der Dreier wird es nämlich nicht mehr und für den Sieg ist ja auf unser Zugdoppel Grubex und Jakkerando Verlass. Doch die beiden machen den zweiten Satz spannender als nötig und finden sich plötzlich im Tie Break wieder. Geplagt von hitzeschlag-artigen Zuständen wird das Ding richtig heiß, doch die beiden bleiben im richtigen Moment eiskalt und bringen das Tie Break mit 7:5 heim. Ein 5:4 zum Saisonabschluss, der Titel also fix in Gallsapch, aber ein Schritt Richtung Vizemeister. Jetzt muss nur noch Neukirchen am letzten Spieltag mitspielen. Bamo!
Aufgrund chronischen Zeitmangels folgen die anderen Teams diese Woche in einer etwas gekürzten Version:
Unsere 3er kämpft im vielleicht letzten Heimspiel überhaupt gegen den Abstiegskonkurrenten Neukirchen an der Vöckla aufopferungsvoll, muss sich aber mit 1:8 geschlagen geben. Hervorzuheben sind hierbei ein staubiger Sieg von Mo Holzmeister und zwei brutale Fights von Super Mario Loipes und Michele Fellnini, die aber jeweils im dritten Satz unbelohnt bleiben. Drei klare Doppel sorgen für den Rückfall auf den letzten Platz und nur noch theoretische Chancen auf den Erste Klasse Verbleib. Aber alles noch mal rein hauen Jungs, 1 moi gehts nu!
Unsere 4er muss sich mit demselben Score aus Vorchdorf verabschieden. Beim 1:8 gegen den Titelfavoriten holt Andi O. die Kohlen aus dem Feuer und bestätigt seine beeindruckende Form in dieser Saison. Herausgestrichen sei hier das Meisterschaftsdebüt von Guido Burgstaller Rebhan, der sowohl im Einzel als auch im Doppel zu überzeugen weiß, sich aber jeweils knapp geschlagen muss. Aber gerne mehr davon (also vom Einsatz)!
Nichts zu Lachen gibt es leider für unsere S35-Girls. Unsere Aushängeschilder spielen eine unglaubliche Saison, die sich eigentlich nichts andere als den Aufstieg verdient hätte, müssen aber im Titelduell gegen Windischgarsten ran und somit auch gegen fast unverschämt gut (bezahlte?) tschechische Legionärinnen. Und trotzdem wissen sie zu überzeugen: Silke Lehninger gewinnt souverän, Babsi Loipes nach starker Aufholjagd im Champions. Ebenso stark liefern Babsi und Claudschi Kreuz im Einserdoppel und ebenso bitter kann Tennis manchmal sein - 11:13 im Champions, statt 3:3 ein 2:4 und schon vor dem letzten Spiel steht fest, dass Windischgarsten den Meistertitel einfährt. Aber auch hier gilt, nochmal alles reinhauen. Vamos!
Unsere 35er-Herren bestreiten bereits ihr Saisonfinale und das zu Gast in Trauntal. Dort schlägt der doppelte Grubex zu: Im Einzel souverän, im Doppel mit kongenialem Partner Johannes B. Rauscher. Das 2:1 bedeutet den zweiten Saisonsieg und einen versöhnlichen Ausklang. Ebenso versöhnlich endet die Saison bei unsere S45-Ladies, beim Remis in Gampern siegen Pezi Schwaigsi und Sabiene Schmid im Einzel, sowie Claudsch und Gitti Di Capello im Doppel. In der spielfreien letzten Runde müsste man nun auf einen Totalumfaller von Prambachkirchen hoffen, um doch noch zu Meisterehren zu kommen. Nichtsdestotrotz eine brutal starke Saison. Bravo Mädels!
Weniger versöhnlich aber dem Ende zu geht die Oberligazeit von unseren Oldies. Bei der Topmannschaft in Aigen-Schlägl ist nichts zu holen - 0:7 für unsere 60er. Die gegnerischen Aufstellungen sind aber halt einfach frech. Aus und vorbei ist die Saison bereits für unsere S45 II. Zum Saisonausklang geht es zum Meister nach Lambach und dort setzen sich die Favoriten leider planmäßig durch, 1:5. Dafür gibt es einen der schönsten Momente der Saison zu feiern: Nach viel zu langer Leidenszeit steht unser TennisgOthi Huber zum zweiten Mal auf dem Meisterschaftsfeld und feiert gleich wieder seinen ersten Sieg. Wahnsinn Othi! Lage zum Saisonendstand: Platz 7 in einer stark umkämpften Liga. Bravo Buam!
Last but not least unsere Señoritas: Im Heimspiel gegen Gunskirchen soll der Klassenerhalt endgültig abgesichert werden und daran lassen unsere Jungs von Anfang an keine Zweifel. Thomasso Schwaigsi wie immer bärenstark, Rainer Knoxville wie immer wild, aber erfolgreich und Geraldo Simsi erwartet staubig. 3 Einzelsiege und eine hart umkämpfte 1er-Partie, in der Capitano Bernardo Silva Capello mal wieder über sich hinaus wächst. Für den Sieg reicht es leider knapp nicht und der rasante Wachstumsschub hat einmal mehr die eigene Wade beleidigt. Für das Doppel reicht es noch, aber selbst mit den Edeljokern Thomas Hofmaestro und Reini Lanzmeister will der erhoffte Sieg nicht her - Endstand 3:3. Die zwei Punkte sorgen trotzdem für eine Position in ruhige Gewässer und einen entspannten Angang an den letzten Spieltag. Bravo!
Den Heimabschluss machen am Samstag unsere 1er gegen Trauntal und unsere 4er am Sonntag gegen Schwanenstadt. Frühschoppen, Bratwürstl, Derby, was will man mehr? Kommet und kommet und feiert das letzte Meisterschaftswochenende mit uns.
Cheers und Hawk Tuah - Euer UTC

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