Good Times Never Seemed So Good
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In Österreich herrscht gerade eine Debatte vor: Ist der dritte Gruppenplatz bei der Fußball-WM vielleicht sogar besser als der Zweite? Soll man gar absichtlich verlieren um einem Top-Gegner aus dem Weg zu gehen? Diskussionen und Spekulationen wie diese sind beim UTC gang und gäbe, vor allem jetzt, wo es schön langsam in den Endspurt der Meisterschaft geht: Wer muss in der 1er spielen? Wie viele Punkte haben die Vorletzten der anderen Regionalligen und wie viele Punkt braucht es, um Team Glatzo am Leben zu halten? Und hat Huamarotti absichtlich in der 2er verloren, um wieder ein Thema für die 3er zu sein? Viele Fragen, alle Antworten:
Zu Mühlwang herrscht am Samstag reinste Western-Stimmung: Sahara-Temperaturen, umherfliegende Steppenläufer, Hunde die sich freiwillig in den Autos einsperren um der Hitze draußen zu entgehen. Mittendrin Damen-Kapitänin Mavie Loipets, die in ihrem Sessel knotzt und alles andere als sehnsüchtig auf ihre Partie wartet. Saloon-Wirt Othonello Huber versucht mit KI-generierten Bildern von Rieseneiswürfeln ein paar Cowboys anzulocken, doch der große Andrang bleibt an diesem Nachmittag aus. Sportlich wiederum gibt es keinen Grund für unsere Redelsführerin gnatschig drein zu schauen: Die Topmannschaft aus Aurachkirchen ist zu Gast, doch ihre Girls lassen sie eher wie Nachzüglerinnen aussehen: Nora Schwaiges gibt vollgas, um nach zwei kurz und knappigen Sätzen den Platz für ihre Kapitänin frei zu machen. Und auch auf den Nebenplätzen läuft alles reibunglos: Elena O. gewohnt stabil, Edeljokerin Pez Schwaiges ebenso souverän und Miri Hubes wie immer zielstrebig. Captain Maviel setzt den Schlusspunkt zum 5:0, ohne auch nur den Hauch eines Lebenszeichens der Aurauchkirchnerinnen. Da haben sich die Kardio-Trainings in der Sauna mal so richtig ausgezahlt. In den Doppeln wird dann noch zelebrierend der Deckel drauf gemacht und unsere Damen schreiben endlich mal voll an: 7:0 und die Katapultierung auf Platz 2. Leader Vorchdorf scheint unantastbar, aber wer weiß? Unsere Mädels sind auf jeden Fall voll da und haben einen Lauf. Zu heißes Wetter? Come on. Let’s Go Girls!
Für unsere 1er geht es am Samstag in die richtige Richtung. Also fahrtechnisch zumindest. Der Traunsee ist das Ziel, doch kurz vor dem kühlen Nass meldet sich das Navi mit dem Abbiege-Kommando - die Heimat des UTC Gmunden wird angesteuert. Der zweite Titelanwärter innerhalb einer Woche. Nach dem Aderlass gegen Aurachkirchen ist unsere Seleção aber wieder nahezu in Bestbesetzung unterwegs. Gmunden lässt das leider kalt. Capitano Jesse Marv wie so oft in dieser Saison mit einem guten Spiel, aber einem besseren Gegner. Sep Krameriola hält im ersten Satz ebenfalls gut mit, doch dann kickt endgültig die Luftwatschn und macht es schnell. Starlet Granit Jakka hat nach einer nervenaufreibenden Woche - Gratuliere Jaki! - noch etwas Restalk in seinem Handgelenk und kommt nicht ganz an seine Bestform ran. Und auch für Zugpferd Crish Eisnaldo ist gegen einen deutschen Legionär nichts zu holen. 0:4. Nur Klatschen. Und etwas fehlendes sportliches Engagement bei unsere Top-Athleten sichtbar. Aber es gibt zwei Lichtblicke in dieser Tristesse: Maxi Mittelschett ist noch nicht allzu lange in Rüstorf, seine Form- und Launenkurve also weiter im Bereich der Decke angesiedelt. Ein weiterer saustarker, ungefährdeter Sieg, schon der fünfte in Folge, bisschen unheimlich Schetti. Der zweite im Bunde hört auf den Namen Simone Kienzaghi: Er bekommt unter der Woche nur Industrie- und Stahlluft zu schnaufen. Wenn er dann am Wochenende mal raus kommt, fühlt er sich wie ein geretteter Restaurant-Bär. Gegen Gmundens Trainerlegende Markus Möslinger spielt er einen Satz wie Beethovens Siebte. Unglaublich, 1 mit Sternchen. Aber ein Tennismatch geht bekanntlich Best Of Three und der Gegenüber wie schon erwähnt kein Dahergelaufener. Wieder eine starke Leistung ohne Belohnung für Kienes. 1:5 nach den Einzeln. Beim kühlen After-Single-Bier weht zum ersten Mal etwas Seeluft Richtung Tennisanlage und die Unsrigen schlagen eine Verlegung der Doppelpartien auf den Boccia-Sand vor. Doch die Gmundner erkennen die List, sie wissen um die begnadete Wurfhand Kramarics. Der können sie aber auch auf dem Tennisplatz nicht entgehen: Gemeinsam mit Jakkinato tütet er souverän das Dreierdoppel ein. Mehr ist aber nicht mehr drin gegen den Titelaspiranten. 2:7 in der Traunseemetropole und der dritte Nuller in Folge. Nun heißt es für das letzte Heimspiel gegen Eggelsberg nochmal die Ärmel hochkrempeln und alles in die Waagschale werfen. Vamos Boys!
Sonntag, halb 10 in Rüstorf. Auch unsere 3er erwartet einen Titelaspiranten. Oder immerhin einen Aufstiegskandidaten. Kein Glück für die Gäste aus Bach: Unsere 2er hat spielfrei. Heißt einerseits kein Personal, dass Captain Wilfredo an unsere Blackies abgeben muss. Andererseits holt Willi.I.Am gleich den 2er-Captain mit an Bord: Für Kev Curry haben die Bacher einen Oldtimer abgestaubt und mit nach Mühlwang genommen. Der springt zwar an, läuft aber eher wie ein Fiat Multipla. Trotz angedeutetem Hitzschlag kein Problem für Rubkev - er tütet den Sieg ein und meldet sich bereit für den richtigen 2er. Am anderen Ende des Platzes fightet Alexis Bäck Allister in einem umkämpften ersten Satz und bekommt mächtig Druck auf den Kessel. Doch er hat Backofentemperaturen im Blut, hält Stand und bringt den Satz nach Hause. Danach ist er voll im Flow, kurzer Prozess zum 2:0. Im Flow ist leider auch der Gegner von Jorginho Zwickl, der den ersten Tagespunkt für die Gäste heim holt. Erstmals etwas Glück für Bach. Während die erstgenannten drei nach und nach den Platz abziehen, kommt auch vom Zweierplatz ein Jubelschrei: Michael Olifell. Ersten Satz im Tie Break geholt. Boom. Kann nicht mehr lange dauern. Währenddessen verzweifeln die heute wieder etwas zahlreicher erschienen Gäste mehr und mehr an der Hitze und greifen zu absurden Maßnahmen: Birdy Danny trinkt ein lauwarmes Bier, so soll der Körper weniger Energie verbrauchen. Herby Da Niesner legt sich vollausgestreckt in die Spielplatzwiese um Photosynthese zu betreiben und wiederum selbst Energie zu generieren. Und Francesco Holzmeister pfeifft auf die Energie. Er hält seine Hände in den vorgeheizten Pizzaofen um wenigstens etwas Abkühlung zu bekommen. Glück für ihn, dass wir zwei dieser Geräte haben. Zurück in der prallen Sonne läuft es für einen Youngster weniger glücklich: Tobias Grubetti geht schon vorbelastet auf den Platz, die Sonne gibt ihm den Rest. Er kämpft zwar tapfer, muss sich aber in zwei Sätzen beugen. Wieder Glück für Bach. Währenddessen macht sich Starlet Julián Álvalehner für seine Einserpartie bereit und auch auf dem Zweierplatz ist ein Ende in Sicht: 5:3 40:0 für Fellnini, das Ding ist durch. Denkste. Die Bälle vom harten fellnerischen Punch schon zu abgespielt und er selbst wird fast wehmütig, dass er den Platz schon bald verlassen muss. Minuten der Ohnmacht und plötzlich 5:7 - dritter Satz, let’s go! Gutes Stichwort für Youngster Julsikowski: Er startet gegen Bachs Nr. 1 wie die Feuerwehr und zeigt eine brillante Leistung: Krachende Winner, vorzügliche Stops und ein gewonnenes Tie Break gegen einen glücklosen Bacher. Nebenbei zieht Michaelangelo im Entscheidungssatz mit 5:0 davon, es sieht rosig aus für die 3er. „Do kaun nix mehr passieren“, tönt Bäcka Senior - „Her auf Max, den Satz kenn ma scho.“ Julberto zangelt weiterhin bravourös auf und bringt seinen Gegenüber mit feinstem Kindergartentennis fast zur Verzweiflung. Aber nur fast. Zwei-drei Momente fehlen, der eine Punkt will nicht kommen und so geht Satz 2 an die Gäste. Kein Glück für uns. Und dann ist die Luft leider draußen und Bach holt den dritten Punkt. Luft raus war doch auch auf Platz 2 oder? Aber 2 Stunden 57 Minuten sind doch noch gar keine Spielzeit - da geht noch mehr und so holt Fellnini seinen Widersacher zurück in die Partie. 5:5 eine weitere halbe, heiße Stunde, aber schließlich die Erlösung: Für Kili Reiter von Fellnis Tennis und für die Fans vom Zittern um den dritten Punkt. Remis, alles angerichtet also für den Doppelshowdown. Zwar ohne Fellnini, der hat seinen Soll erfüllt. Dafür darf ein vorgeheizter Francesco Woodinger mit George Pichlclooney im Dreier angreifen. Auch Tobinhos Körper sagt adios, Auftritt im Doppel fraglich. Wilfredo sucht auf der Terrasse nach einem weiteren Ersatz und sein Blickfeld streift einen alten Bekannten: „Huama, wüavü Bier hostn du?“ - „Vierazw…“ - „Pfeifft, Huama spüt!“ Unsere Athleten betreten das Feld und ebenso schnell geht es für Francesco und Jorge wieder runter. „Pu** De Madre“. Unsere Boys brauchen also die beiden verbleibenden Doppel und Guiliano und Kevmann legen vor. Jules eingesprungene Rückhand zum 4:4 - jetzt liegt es an Alexis und Huambert. Und der erwischt einen Sahnetag. Sämtliche Defizite der Vorwoche nicht mehr vorhanden, Powertennis vom Feinsten. Das liefert Alexis wie auch schon im Einzel und die beiden trumpfen gegen Bachs stärksten auf. Pure Willenskraft im Tie Break, edel vollendeter Volley, kein Glück für Bach. Boom, 5:4-Derbysieg und aus dem Aufstiegsaspirant wird ein Punktelieferant. Für Bachs Zugpferd ein kleiner Trost nach dem Spiel auf der Speisekarte: „Ma, i lieb Grammelknödel.“ Also serviert ihm Küchenchefin Sandra Grubex eine Portion der Innviertler Spezialität. Wurstknödel. Wurstknödel. Speckknödel. Wurstknödel. Oje, wieder kein Glück für Bach.
Während wie bereits ausführlich beschrieben unsere 3er den Bacher Herren jeglichen Titelwind aus den Segeln genommen hat, ging es für unsere 2er-Girls schon am Samstag in die 2-Plätze-Metropole. „Mädels, klor gwinna oder klor valiern, da Othi mocht heid Gourmet-Toasts nach Art des Hauses, de wü i ned vapassn!“, schwört Capi Babsi ihre Truppe ein. Den Worten folgen zumindest teilweise Taten. Babsi Schett, Debütantin Laura McSeyrl und Mia Woodinger lassen gar nichts anbrennen und Stellen die Weichen schnell auf Sieg. Dann betritt Marie Curie Mairhubes den Platz. Ihres Zeichens eine Weizenallergikerin, verliert sie mit purer Absicht den zweiten Satz und verdrückt mit lachendem Gesicht ein Vollkornweckerl in der Satzpause. Babsi schäumt vor Wut und kontaktiert sofort Karin Hubes, sie solle ihr bitte zwei Toastinger samt Spiegelei reservieren. Meuterei - Ärger im Paradies. So schnell die Aufruhr erscheint, verblasst sie aber auch wieder, zumindest bei den Unseren. Denn die Heimischen schnippisch und beklagen das grandiose Kindergartenennis unserer Mädels. Hitzeschlag, Abstiegsangst hin oder her, mutige Aussagen des mit großen Abstand Tabellenletzten. Sei es wie es sei, Marie nimmt im Dritten noch ein paar km/h raus und legt ein paar Höhenmeter drauf - ganz locker, lässiger Erfolg und der Gesamtsieg ist fix. Auch Leni hält sich an die Vorgabe ihrer Mama, nur leider mit dem Ehrenpunkt für die Gastgeberinnen aus Bach. Wir sind ja keine Monster. Punkt lassen wir trotzdem keinen dort, die Doppel nur noch Formsache. 6:1-Auswärtssieg. Butsch Bamos!
Unsere Señoritas gibt es wieder mal im Triplepack, praktisch 2+1 gratis: Unsere 1er Herren schaffen es in einer bockstarken Liga bisher nicht Fuß zu fassen. Auswärts in Attergau wartet das nächste Brett und an der Tonart ändert sich auch an diesem Freitagnachmittag wenig. Capi Bernardo und sein dieses Mal ohne Legionär angetretene Team Glatzo kämpfen zwar wie die Berserker bis übers Limit hinaus, können aber wieder nur ein Ehrenkernderl aus der Atterseeregion mit nach Hause nehmen. Othonello und Bernardo sichern aber einen vielleicht noch wichtigen Punkt im Doppel. Endstand 1:5. Bei unserer zweiten Garde sieht es tabellarisch schon etwas besser aus. Ebenfalls auswärts bei unseren Lieblingen vom ASKÖ TC Wels wartet aber der absolute Meisteraspirant auf sie. Und obwohl unsere Jungs ohne Singlestützen die Asche nicht betreten, bleibt es auch hier beim Ehrenpunkt für die Unseren. Rolando Poganovic schlägt im Einzel einen ITN-technisch klar besseren Gegner und sorgt zumindest für ein Rüstorfer Highlight. Endstand ebenfalls 1:5. Last but not least die Golden Girls. Im obersten Stock des Amateur S45-Damentennis spielt Claudias Truppe eine stabile Saison im Mittelfeld. Gegen Garsten sollen auf heimischer Anlage endgültig alle Abstiegssorgen begraben werden. Schnell entwickelt sich eine ausgeglichene Partie: Jean-Claude Van Crosshuber gewinnt klar - Königstransfer „Findet Dori“ Friend verliert klar. Gitti Capello gewinnt klar - Sabine Smith verliert im CTP. Im Doppel dann denselben Song nochmal, Endstand 3:3. Der Klassenerhalt zum Greifen nah. Vamos!
Eine stabile Saison spielen auch unsere jüngsten weiblichen Senioren. Keine Niederlage, nur leider fehlen auch die Siege. Gegen Tabellenschlusslicht Kammer soll sich das ändern und die 35er demonstrieren eine Abgebrühtheit par Excellence. In den Einzeln fegen Gitti Capello, Silke Lehnerovič, Babs und Sandra Cheeks Grubex regelrecht über ihre Kontrahentinnen drüber. Kein Satz auch nur irgendwie knapp. In den darauffolgenden Doppeln wird die Eiswürfel-Mentalität weiter fröhlich ausgelebt. Das Einser verteilt ein Monökelchen, das 2er gibt gerade mal zwei Games ab. 6: Entschuldigung – Pflichtaufgabe bravourös gemeistert.
Unsere Oldies reichen wie jede Woche als Letzte ihren Spielbericht in der Redaktion ein. Oder quasi als erstes, weil sie ja schon eine Woche vorne sind. Und dieser lest sich, wie gewohnt gar nicht mal so schlecht: Auswärts in Gampern halten unsere 60er die Aufstiegsambitionen am Leben. Wie bei den Golden Girls gestalten sich die Einzel ausgeglichen. Crazy Pete Grossmaier und Herby siegen, Hoffi Senior und Chris Friendlinger ziehen den Kürzeren. Unsere Alten Eisen können Vieles sehr gut, aber Doppel spielen steht gemeinsam mit Wein verkosten unangefochten auf Platz 1. Easy Clap für die Unsrigen – Endstand 4:2. Alles läuft auf einen Showdown gegen Pinsdorf am letzten Spieltag hinaus. Auf gehts Männer!
Am Wochenende gibt es neben ultra viel Hitze auch wieder einige Leckerbissen in Mühlwang zu sehen. Unsere 1er bestreitet ihr letztes Heimspiel der Saison gegen Eggelsberg am Samstag schon um 11 Uhr, also verpasst es nicht unsere Star-Truppe noch einmal zangeln zu sehen. Die Platzsuche wird auch um einiges leichter gehen als in Litzlberg. Am Sonntag laden unsere Damen 2 und die Herren 2 zum gemeinsamen Frühschoppen. Genaue Startzeiten sind noch ungewiss, deswegen kommt einfach alle ab 4:00 Uhr zum Sektfrühstück beim letzten ÖFB-Gruppenspiel vorbei. Let’s Go!
See U am TP
Euer UTC









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